28.02.2020 - Anschaffung von Erzähl-Koffern

Hannelore Niermann (Vorlesekreis) Angela Hoves (Remigius Bücherei) Elisabeth Hüls (Bürgerstiftung)

St. Remigius-Bücherei

Bei der Spendenübergabe der Stiftung Aktive Bürger an die St.-Remigius-Bücherei stand nicht etwa ein Scheck im Mittelpunkt, sondern ein gutes dutzend Plastik-Koffer. Bunt gefüllt sind die sogenannten Erzählkoffer.

Angela Hoves, Leiterin der Bücherei, erklärt: „Die Koffer werden von einem Buchladen in Dortmund konzipiert.“ In den Koffern ist Begleitmaterial zu Büchern und Themen enthalten, dass das Vorlesen unterstützen soll. „Beim Pippi-Langstrumpf-Koffer sind beispielsweise die wichtigsten Protagonisten als Spielzeugfiguren, der Film, ein Hörspiel und ein Spiel enthalten“, zählt Hoves auf. Pädagogisches Begleitmaterial gibt den Vorleser Tipps, wie etwa Kinder spielerisch gefördert werden können.

Elf Erzähl-Koffer für die Altersklasse „Kita“ und drei für die Arbeit mit Demenzerkrankten seien dank der Spende angeschafft worden, berichtet Hoves. Elisabeth Hüls, Vorsitzende der Stiftung, erklärt: „Gut 1800 Euro sind beim Sammeln von Pfandbons in Supermärkten zusammengekommen.“ Mit diesem Geld habe man die Anschaffung unterstützt.

Genutzt werden sollen die Koffer in erster Linie von den ehrenamtlichen Lesepaten des Netzwerks Lesen. Hannelore Niermann, die den Einsatz der Lesepaten mitkoordiniert, zählt auf: „Wir lesen Kindergartenkindern vor , Grundschülern, Menschen mit Handicap und auch Senioren.“

Ungefähr 15 Vorlesepaten gebe es aktuell. „Wer sich vorstellen kann mitzumachen, kann sich immer in der Remigius-Bücherei melden“, lädt sie Interessierte ein. Die neuen Koffer könne man gut gebrauchen, sagt sie. „Wir werden sie viel einsetzen können“, versprach Niermann. Vorlesepate Karl-Heinz Andresen beweist das kurz nach der Spendenübergabe bereits: Er liest vor einer Schar Kinder aus dem Buch „Der Grüffelo“ vor. Der entsprechende Lesekoffer bietet eine spezielle DVD an, mit der das Vorlesen mit den passenden Bildern untermalt werden kann.

Doch die Materialien seien nicht nur für die Lesepaten gedacht, erklärt Hoves. Auch Schulen, Kitas oder Privatpersonen könnten sie in der Bibliothek ausleihen.

(Quelle: Borkener Zeitung)